Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft


Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft
Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft,
 
Abkürzung DOAG, am 12. 2. 1885 unter maßgeblicher Beteiligung von C. Peters gegründetes Unternehmen zur wirtschaftlichen Erschließung der seit Ende 1884 von der Gesellschaft für deutsche Kolonisation erworbenen Gebiete in Ostafrika (einschließlich Sansibar). Die von kleinbürgerlichen und mittelständischen Aktionären getragene DOAG wurde durch kaiserlichen Schutzbrief (27. 2. 1885 zu weiterem Landerwerb in diesem Gebiet berechtigt, konnte ihre expansiven Ziele wegen der sehr knappen finanziellen Mittel jedoch nicht in dem von ihr gewünschten Maß vorantreiben. Der 1888 ausgebrochene Araberaufstand gegen die von der DOAG errichtete Verwaltung, der nur mit Reichshilfe niedergeschlagen werden konnte, sowie der Abschluss des Helgoland-Sansibar-Vertrags veranlasste die DOAG, ihre Souveränitätsrechte zum 1. 1. 1891 an das Deutsche Reich abzutreten. Als Gegenleistung erhielt sie eine Zahlung von über 6 Mio. Mark sowie Monopolrechte zur weiteren Ausbeutung von Deutsch-Ostafrika.
 

Universal-Lexikon. 2012.

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